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Samstagabend

This awkward moment when you check your whatsapp without having even received a message only to secure that it's still working and you realize that your crush is just texting you in that moment.

So ging es mir am Donnerstagabend, als sich S nach meiner Ansage am Mittwochabend mit den Worten meldete, er würde sich mal melden, da ich ja gesagt hatte, das solle er tun, wenn er Zeit und Lust habe. Und wenn ich Lust hätte, dann könnten wir ja am Samstagabend was machen.
Einerseits freute ich mich natürlich mega, andererseits wusste ich gar nicht recht, ob ich Lust darauf habe, war doch das alles schon ziemlich negativ besetzt. Ich hatte Angst, wieder versetzt zu werden. Oder sich zu treffen und es würde furchtbar verkrampft werden. Oder es würde sogar schön werden, aber hinterher würde er sich diesmal 5 Tage nicht melden und ich würde leiden.
Natürlich sagte ich trotzdem zu - manchmal muss man eben 5 x auf die Fresse fliegen bevor man merkt, dass es weh tut.

Da ich Samstagnachmittag noch im Kino war schlug ich ihm 20:30 vor und er sagte, das passe. Während wir im Kino waren erhielt ich jedoch die Nachricht von ihm, dass es bei ihm doch eher 21:00 würde, was mich schon wieder enorm ankotzte, da er sowieso schon immer recht spät kann und ich nur auf ihn warte, dann bin ich es diesmal, die vorher noch etwas vor hat und wegen der wir uns erst später treffen können und dann schafft er es sogar, es noch später werden zu lassen. Na toll. Ich habe wirklich mit dem Gedanken gespielt, gänzlich abzusagen, da ich dann sowieso schon genervt an das Treffen rangegangen bin und mich fragte, wozu ich mir diesen 'psychischen Stress' überhaupt antue, wenn wir uns sowieso bald nicht mehr sehen können...

Aber da nunmal meistens der Bauch das letzte Wort hat und nicht der Kopf traf ich mich doch mit ihm. Er holte mich dort ab, wo ich dann mit den Mädels noch was trinken gegangen war und wir cruisten erstmal ewig durch die Stadt, weil wir nicht wussten, wohin wir gehen wollten. Schon dabei unterhielten wir uns die ganze Zeit und es gelang mir sogar, einfach mal ich selbst zu sein und mich so zu geben, wie ich bin. Somit war die Stimmung wider erwarten total locker und entspannt. Irgendwann entschieden wir dann, im Einstein bei mir um die Ecke etwas trinken zu gehen. Auch dort blieb die Stimmung genauso locker, wir redeten viel, lachten viel miteinander und sprachen auch indirekt, d.h. in einem lockeren, lustigen, fast ironischen Ton über alles, was die letzten Wochen war oder eben auch nicht war. Weshalb ich genervt war, was mich enttäuscht hat, wieso ich noch immer der Meinung bin, dass er nicht wirklich Interesse an mir hat. Er konnte das alles - typisch Mann - gar nicht nachvollziehen. Dass er mir mal ein paar Tage nicht schreibt heiße doch nicht gleich, dass ich ihm egal sei. Dass wir uns nun trafen sei doch der Beweis dafür, dass er noch Interesse an mir habe. Außerdem würden wir uns doch in seinen Augen gut verstehen.
Zu dem Thema, dass er sich drei Tage nicht gemeldet hatte, sagte er noch, er könne ja verstehen, wenn ich sauer wäre, wenn er 2 Wochen nichts von sich hätte hören lassen, aber spätestens nach einer Woche hätte er doch gefragt, wie meine Woche so war (eine Stimme in mir schrie: "EINE WOCHE?!?!?"). Außerdem fragte er, ob ich denn erwarten würde, dass wir jeden Tag schreiben. Innerlich: "JAAA!". Äußerlich ganz cool: "Jeden Tag? Nein Quatsch, ich erwarte gar nichts, außer, dass du dich entsprechend dem verhältst, was du denkst und sagst."
Weiterhin redeten wir über das vorherige Wochenende und ich erzählte ihm u.a., dass ich mich alleine in ein Café gesetzt hatte, um zu lesen. Daraufhin war er etwas irritiert, wieso ich denn alleine Kaffee trinken ginge?! Und wieso ich nicht mal gefragt hätte, ob er mitkomme. Typisch Mann!! Wieso hätte ich ihn, der doch nie Zeit hat, wenn ich ihn nach einem Treffen frage, fragen sollen, ob er mit mir nen Kaffee trinken geht und ihm damit noch das Gefühl geben sollen, ihm hinterher zu rennen?! Andererseits...vernünftig betrachtet...wieso eigentlich nicht? Aus männlichen Mündern klingt das alles immer so unproblematisch lässig-locker: "Wieso hast du denn nicht gefragt, ob ich mitkomme?". Tja, keine Ahnung. Weil ich es nicht riskieren wollte, dass du "nein" sagst. Selbst Schuld irgendwie. Er meinte dazu auch nur, vielleicht hätte er sich gefreut, wenn ich frage, auch wenn er keine Zeit gehabt hätte.

Männer sind einfach wie Hunde: Kaum ist ein Ereignis länger als 2 Minuten her, schon können sie die Reaktion der Frau nicht mehr mit ihrem eigenen Verhalten in Verbindung bringen. Und dann sagt man ihnen nach zwei Wochen des Quälens und des Über-sein-Verhalten-Ärgerns, dass das alles ganz schön mühsam mit ihm sei und er fragt sich nur "Wieso ist denn jetzt plötzlich ALLES ganz schön mühsam, nur weil ich sie jetzt einmal versetzt habe?!". Die raffen aber gar nicht, dass sich für die Frau schon ein ganzes Fass voll mit Kleinigkeiten, über die sie sich geärgert hat, angesammelt hat und dass dieses Fass jetzt erst übergelaufen ist.


Ich glaube, nein eigentlich wissen wir es doch alle, dass sich Frauen oft selbst das Leben schwer machen mit ihrem ständigen Nachdenken und Überlegen, was nun das Richtige wäre.
Dabei wissen wir doch auch alle, dass wenn man nen Kerl damit vergrault, dass man Interesse an ihm zeigt, dann läuft es sowieso nicht. Es beschleunigt nur seine negative Reaktion.

Im Allgemeinen hatte ich den Eindruck, dass er an diesem Abend irgendwie liebevoller mit mir umgeht. Weiß gar nicht recht, wie ich das beschreiben soll. Aber wir sind ja noch nie (außer wir waren betrunken und feiern) pärchenmäßig miteinander umgegangen. D.h. wir laufen nicht händchenhaltend umher oder küssen uns in der Öffentlichkeit. Leider nicht. Ich weiß gar nicht, weshalb. Samstag war es dann aber zum ersten Mal so, dass er mir mal die Schulter gestreichelt hat, wenn er mich in einem sarkastischen Schlagabtausch 'trösten' wollte.
Als wir kurz über meinen Lippenpflegestift sprachen und ich sagte, dass er Honig enhält, wollte er wissen, ob man das auch schmeckt. Ich sagte dann, er könne ja mal probieren. Daraufhin griff er nach meinem Kinn, als wolle er mich zu sich ranziehen, um mich zu küssen. Leider leider zog er es aber nicht durch...
Die Stimmung zwischen uns war alles in allem also durchweg positiv und wir hatten eine schöne Zeit zusammen.
Gegen halb zwölf zahlten wir dann und als wir schon im Auto saßen fragte er mich, ob sich unsere Wege denn nun schon trennen würden.
Als ich entgegnete, dass das von mir aus nicht zwangsläufig der Fall sein müsse, fuhren wir noch zu mir. Dort schauten wir noch ein wenig TV (KK hatte sich schon in ihr Schlafzimmer verkrümelt) und irgendwann fragte er sogar, ob er denn über Nacht bleiben dürfe.
Zwar wollte ich ja unbedingt ein Sex-Date vermeiden, doch deutete der gesamte Verlauf des Abends ja gar nicht darauf hin, dass er nur darauf aus war, daher erlaubte ich es ;-)
Natürlich hatten wir dann auch noch Sex und gingen danach schlafen. Es überrascht mich immer wieder, wie leise er atmet. Ich bin ja wirklich massiv empfindlich, was das angeht und kann nur neben wenigen Menschen gut schlafen, doch er gibt zumeist wirklich keinen Laut von sich - perfekt für mich! :D

Am nächsten Morgen wachten wir gegen 10:20 auf (ich war natürlich schon viel früher wach, da ich viiieel zu aufgeregt bin, wenn er bei mir schläft, um schlafen zu können, tat aber so als würde ich noch schlafen).
Wir blieben noch den ganzen Morgen im Bett liegen und quatschten. Das war ein tolles Gefühl! Einfach nur da liegen mit ihm neben mir und sich unterhalten. Von Zeit zu Zeit streichelte er mich sogar irgendwo. Und natürlich fing er irgendwann auch an, mich an anderen Stellen zu streicheln. Der Vormittag war inzwischen aber schon ein bisschen vorangeschritten, sodass ich nicht wusste, ob KK nicht jeden Augenblick aufstehen würde. Dennoch hatten wir Lust, miteinander zu schlafen und somit wurde das sozusagen inkognito-Sex: Möglichst beide Decken um uns herum, gar nicht komplett ausziehen, sondern alles nur so zurechtrücken, dass es trotz Klamotten funktioniert und dann beeilen :P Es funktionierte!

So gegen 12 musste er dann gehen, da er bei seiner Mum zum Essen eingeladen war und somit endete unser wahrscheinlich bisher schönstes Date. Er verabschiedete sich mit den Worten "Wir sehen uns nochmal, bevor du fährst".

"Toll!", dachte ich mir im Nachhinein, "was habe ich nun davon?! Die scheiß Schmetterlinge sind aus ihrem Koma erwacht und flattern wie in ihrem zweiten Frühling munter umher und wozu das Ganze? Für nichts und wieder nichts, da ich eh bald nach Hause fahre und dann alles vorbei ist."

Schöne Scheiße.
13.2.14 10:37
 
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