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Das fremde Wesen vom unendlich fernen Stern

Kann es tatsächlich sein, dass sich männliches und weibliches Kommunikationsverhalten derart unterscheidet? Oder liegt der große Unterschied gar nicht an unterschiedlichen Geschlechtern, sondern an unterschiedlichen Persönlichkeiten? Oder gibt es gar keinen Unterschied und man möchte sich einfach nur nicht eingestehen, dass die Signale, die Männer mit ihrem Verhalten senden, dieselben sind, die Frauen damit aussenden würden und dass ein Nicht-Melden einfach kein Interesse signalisiert, egal, welchem Geschlecht man angehört?

Von S habe ich weder Montag, noch Dienstag etwas gehört, weshalb ich ihm Mittwochabend folgende Nachricht schrieb: 'Na Herr C., wieso meldest du dich nach jedem Treffen weniger als vorher? Woran hakt's? ', was von ihm so beantwortet wurde, dass ich mich mal entspannen solle, er habe viel um die Ohren, aber deshalb würde nicht gleich alles haken. Später sagte er noch, er fände, drei Tage seien jetzt nicht wirklich lang...

Aber es geht doch nicht darum, ob drei Tage viel oder wenig sind. Es geht darum, gemessen AN WAS drei Tage viel oder wenig sind. Gemessen daran, dass ich einfach nur EIN Mädel für ihn bin, ist es nicht viel. Aber gemessen daran, dass ich gerne das eine spezielle Mädchen für ihn wäre, ist es eben schon lang. Denn es geht ja nicht darum, ob man sich in Whatsapp schreibt oder nicht, sondern darum, was man damit aussagt. Und drei Tage ohne Kontakt sagen eben nicht aus 'Ich denke jeden Tag an dich und es ist mir wichtig, zu wissen, was du machst und wie es dir geht.' Sondern vor allem 'Du bedeutest mir nicht genug, als dass ich mir zwischendurch mal 30 Sekunden Zeit nehme, um dir guten Morgen zu sagen oder zu fragen, wie's dir geht.' Und DAS ist doch das, weshalb Mädels am Rad drehen. Kein Mensch ist so beschäftigt, dass er es absolut nicht schafft, sich zu melden (und mit melden meine ich jetzt nicht, ne Stunde am Stück hin und her zu schreiben oder Romane in Brieflänge zu verfassen). Es geht lediglich um das Zeichen, das sagt 'Hey, ich denk an dich und du bist noch immer etwas besonderes für mich und nicht nur eine von vielen.'

In meiner Welt ist es nunmal so, dass ich mich nicht einfach mal so mehrere Tage nicht melde, wenn ich jemanden toll finde. Das passt für mich nicht zusammen. Und somit setze ich dann im Umkehrschluss folgendes gleich: drei Tage nicht melden = drei Tage nicht an mich denken.

Inzwischen habe ich das Thema mit einigen Leuten durchgekaut und von manchen gehört: ' Stimmt, wenn man jemanden w i r k l i c h gut findet, dann nimmt man sich die Zeit, sich zu melden, denn man will ja selbst von dem anderen hören. Will man es nicht, dann kann das Interesse ja nicht so groß sein' (meine Meinung!). Andere hingegen sagen: 'So ein Unsinn, das Eine kannst du doch nicht von dem Anderen ableiten. Nur, weil man sich nicht meldet, heißt das doch noch lange nicht, dass man nicht an den anderen denkt.'

Aber wie ist es denn nun? Gibt es die Menschen, die sich häufig melden und die, die sich selten melden, ganz unabhängig davon, wie toll sie jemanden finden?
Oder meldet man sich viel oder wenig je nachdem wie toll man jemanden findet?
Bei mir persönlich ist es definitiv die letzte Kategorie. Die Jungs, die ich von mir aus lange auf eine Antwort warten lasse oder denen ich gänzlich vergesse zu antworten, sind mir einfach nicht besonders wichtig, ich denke nicht so oft an sie und daher vergesse ich es, zu antworten oder habe schlichtweg keine Lust. Bedeutet mir aber einer mehr als die anderen, dann möchte ich ihm gerne viel schreiben und viel von ihm hören - einfach, weil ich viel an ihn denke.
Und bisher war ich der Meinung, das ist bei jedem so. Ich war der Meinung, auch die, die vielleicht sagen 'Aaach, wenn ich viel um die Ohren habe, dann hab ich auch immer keinen Nerv für diesen Mädels-Kram' haben es einfach selbst noch nicht erlebt, dass sie ein Mädchen so richtig umgehauen hat, sodass sie am liebsten die ganze Zeit Kontakt zu ihr hätten.

Möglicherweise gibt es diese sonderbare Spezies aber doch, die sich tatsächlich nicht meldet, wenn sie viel um die Ohren hat, ungeachtet dessen, was sie für jemanden empfindet.

Leider ändert all das nichts daran, dass ich es nur ganz schwer aushalten kann, in der Luft zu hängen. Wenn mir einer eine klar Abfuhr erteilt, dann bin ich kurz traurig und ziemlich schnell bin ich darüber hinweg.
Wenn ich aber nicht weiß, was Sache ist, dann leide ich wie ein Schwein am Spieß. Und dann komme ich langsam aber sicher an den Punkt, an dem mein Wohlbefinden mehr wiegt, als das Risiko, den Kerl zu vergraulen. Das heißt, dann riskiere ich es lieber, den vermeintlichen Herzbuben in die Flucht zu schlagen, indem ich ihn direkt darauf anspreche, als dass ich es weiterhin hinnehme, dass es mir so schlecht geht.
Das ist natürlich irgendwie ärgerlich, da man sich damit möglicherweise selbst etwas kaputt macht, aber manchmal muss Selbstschutz eben sein.
An diesem Punkt war ich gestern Abend, weshalb ich ihn ja auch kontaktiert und nachgefragt habe.

Seine letzte Nachricht lautete dann ungefähr so: 'Was soll ich dazu sagen?... kann nur sagen, dass du dir nicht ins Hemd machen brauchst, wei ich mich 3 Tage nicht melde.'
Darauf habe ich bislang nicht geantwortet, weil mir nichts eingefallen ist, was nicht entweder kleinlaut oder angepisst klingt. Und keines von beidem wollte ich ihm vermitteln.

Die große Frage, die sich mir jedoch stellt, ist: 'Lohnt sich das alles?' Dieser ganze Stress ist doch vollkommen überflüssig, wenn man bedenkt, dass ich in 2 1/2 Wochen nach Hause fahre, wir uns also nicht mal mehr treffen können und ich dann recht bald 4 Monate in Kanada bin, während derer ER sicher nicht den Kontakt aufrecht erhält. Wozu dann also das alles? Dann können wir es doch auch gleich lassen...
Möglicherweise wird es darauf eh hinauslaufen. Wir werden sehen.
30.1.14 15:10
 
Letzte Einträge: Lang ists her aka. S-News aka. heute Abend., Vom ewigen Hin und Her, Samstagabend, Eine neue Episode aus meinem Soap-Life


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