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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...

...dieses Prinzip kennen wahrscheinlich die meisten.

So absolut sicher, wie ich mir war, dass die S-Geschichte als beendet angesehen werden muss, so überrascht war ich, als ich Freitagabend eine Nachricht von ihm erhielt, in der er fragte, ob alles klar sei. So, als sei nichts gewesen.

Ich musste zweimal auf mein Handy schauen, um zu begreifen, was ich da sah!

Getreu meines zuvor für den Fall der Fälle geschmiedeten Plans, antwortete ich ihm natürlich nicht sofort, sondern ließ ihn einige Zeit warten. Das hatte den amüsanten Effekt, dass ich eine weitere Nachricht von ihm erhielt "Oder auch nicht :P". Soso... Da wird Monsieur also direkt zickig, wenn er mir schreibt, ich ihm aber nicht direkt antworte? Bedeutet das, dass auch Männer checken, ob man schon online war und die Nachricht gelesen hat, ohne zu antworten?

Als ich ihm dann antwortete kamen wir locker ins Schreiben. Ich zeigte ihm aber dennoch die kalte Schulter (was mir zugegebenermaßen schwer fiel) und wartete immer brav einige Zeit, bevor ich antwortete. Furchtbar anstrengend in meinen Augen, aber Spielchen spielen hat noch nie geschadet.

Samstag hörte ich dann leider wieder den gesamten Tag nichts von ihm. 

Ich war mit KK den ganzen Tag in der Stadt unterwegs und als ich nach Hause kam und erneut diese roten Fetzen auf der Sohle meines Schuhs sah, von denen ich mich seit geraumer Zeit fragte, woher sie kommen, dämmerte mir urplötzlich, dass das nur das verlorene Garderobenmärkchen sein konnte, wegen dem ich meine Jacke an dem legendären Samstagabend vor zwei Wochen nicht wieder bekam!! Dieses kleine Miststück war also allen Ernstes IN meinen Schuh gefallen :D

Das war natürlich eine so lustige Erkenntnis, die wollte ich S mitteilen. Also schrieb ich ihm, was geschehen war und wir kamen erneut ins Schreiben.

Keine Ahnung, ob dabei meine kalte Schulter Wirkung zeigte, oder ob ich mir einfach doch nur einbilde, dass sich etwas verändert hat - in jedem Fall fragte er mich irgendwann, was ich heute Abend vor habe! :D

Ich freute mich natürlich enorm, hätte Luftsprünge machen können! Aber gleichzeitig versuchte ich, mich zu bremsen in meiner Vorfreude. Schließlich sollte man erstmal abwarten, ob es dann tatsächlich dazu kommt und zudem widerspricht das völligst meinem Konzept! Ich habe mich innerlich darauf vorbereitet, dass ich nie wieder etwas von ihm höre. Auch ein klein wenig darauf, dass ich etwas von ihm höre und die Unnahbare spielen muss. Aber NICHT darauf, dass er mich einfach fragt, ob wir etwas zusammen machen wollen. WIE gehe ich damit heute Abend um?!

 

Heute schrieb er mir natürlich auch nicht von sich aus. Daher fragte ich ihn am Nachmittag, an welche Uhrzeit er denn gedacht hatte, damit ich meinen Tag etwas besser planen kann. Er sagte 8, da er vorher noch mit den Jungs im Kino sei.

Das trübte meine Vorfreude schon wieder - schließlich hätte ich mir zum einen gewünscht, dass er mich gerne mit ins Kino nehmen will und zum anderen bedeutet das, dass wir uns gegen 8 sehen, aber nur ca. 2 Stunden miteinander verbringen, da er sicherlich gegen 10 wieder heim fährt, um seinen Schlaf zu bekommen...

Und ja - eigentlich sollte ich mich darüber freuen, dass er sich überhaupt gemeldet hat und noch viel mehr darüber, dass er sogar ein Treffen vorgeschlagen hat. Aber gleichzeitig bringt er selbst damit kein besonders großes Interesse rüber.

 

Wie auch immer. Viel wichtiger ist jedoch die Frage, wie ich dieses Treffen heute angehe?! 

Möglichkeit 1: Ich verhalte mich wie immer. Wobei "wie immer" in diesem Fall ein dehnbarer Begriff ist, denn wie immer würde ich mich ja doch nicht verhalten. "Wie immer" bedeutet in diesem Fall nur, dass ich nichts direkt anspreche. Gleichzeitig würde ich aber unsicherer als vorher wirken, weil ich einfach unsicherer BIN und überhaupt nicht mehr durchblicke, was der Kerl will! Daher würde ich sehr bemüht wirken, ihm die kalte Schulter zu zeigen und ich bin mir sicher, dass das unsicher rüber kommen würde.

 

Möglichkeit 2: Ich spreche irgendetwas direkt an. Die Frage ist, was? Das Thema "Was willst du eigentlich?" ist sicher nicht förderlich, da es einfach viel zu verbindlich ist und ich damit nur mal wieder anhänglich wirken würde.

Gleichzeitig ist das aber die Frage, die mir am meisten auf der Seele brennt. Was will er? Was bin ich für ihn? Mag er mich? Will er nur Sex? Bin ich ne nette Affäre, die eben bald wieder weg ist? 

Daher könnte ich versuchen, dieses Thema irgendwie hintenrum anzusprechen. Mit verschmitzten Fragen. Ihm klar und selbstbewusst, aber frech zugleich erläutern, wie er auf mich wirkt. Ein wenig provokativ sein und warten, was er dazu sagt. 

 

Ich denke, das Treffen wird für mich sehr unbefriedigend, wenn ich gar nichts erfahre. Daher wäre es für mich und mein Wohlbefinden nicht förderlich, wenn ich so täte, als brenne mir nichts auf der Seele. Gleichzeitig darf ich ihn aber nicht wieder bedrängen und damit in die Flucht schlagen. Ein "Ich muss dich mal was fragen: Was willst du eigentlich?!" wäre daher deutlich zu melodramatisch. 

Es gilt also, einen gesunden Mittelweg zu finden. Doch wie stelle ich das an, dass ich dabei mehr über seine Motive erfahre?

Wichtig ist es in meinen Augen, die direkte Frage danach, was er will, zu vermeiden. Aber vielleicht kann man in einem lockeren Geplaudere die Frage danach, wie er ist, einbauen. Was er für ein Typ ist. 

Ich fürchte, wenn ich nicht beschließe, ihn ganz direkt irgendwas zu fragen, muss ich mich von der Situation leiten lassen und spontan schauen, welche Möglichkeiten sich auftun.

 

Und eine weitere wichtige Frage: Ich habe jetzt so viele Stadien der Unsicherheit und der innerlichen Resignation hinter mir, dass es sich komisch anfühlt, so zu tun, als sei nichts gewesen und ihm zur Begrüßung nen Kuss zu geben. Andererseits hat sich für ihn vielleicht gar nichts verändert, sodass es meine Unsicherheit nur unterstreichen würde, wenn ich ihm diesmal keinen Kuss gebe. 

Sollte ich daher über mein eigenes Gefühl hinwegsehen und ihm lässig und selbstbewusst einen Begrüßungskuss geben? Wird vermutlich das Beste sein..

Das Schöne an unserern bisherigen Dates war, dass ich nie sonderlich aufgeregt war. Das wird sich heute definitiv ändern. Mein Herz schlägt allein bei der Vorstellung bis zum Hals. Und das gilt es, selbstsicher zu überspielen.

Ich werde berichten, wie es war...

19.1.14 16:45


Von Direktheit und Unsicherheit

Wie angekündigt folgt ein Beitrag zum Thema Direktheit und Unsicherheit bzw. Direktheit, die als Unsicherheit verstanden wird.

Ich bin ein recht direkter Mensch, sage, wenn mich etwas bedrückt und frage nach, wenn ich etwas wissen will. Zumindest in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Und ganz besonders, wenn mein Gegenüber ein Alien vom fernen Stern der Männer ist.
Aber ich würde oftmals gerne noch viel direkter sein, als ich es schon bin. Und ich bin überzeugt davon, dass einiges einfacher wäre, wenn dies mehr Menschen tun würden!

Dieser Eintrag schließt im Grunde nahtlos an meine geschilderten Ereignisse von gestern an. Nur zu gerne würde ich nämlich ein Gespräch mit S führen, gar nicht im Sinne von "Du böser Kerl, hast mich verarscht und mir gehts jetzt schlecht!" - um Gottes Willen nein! Ich rede nicht von diesen Gesprächen, die von Frauen immer mit dem von Männern gefürchteten Satz "Wir müssen reden" angekündigt werden und bei denen es zumeist darum geht, dass Frau Mann Vorwürfe machen will.

Nein. Was ich meine, ist ein eher freundschaftliches Gespräch. Aus reiner Neugier würde mich interessieren, wieso sein Interesse so schnell und so plötzlich geschwunden ist. Mich würde interessieren, ob mein Verhalten dazu beigetragen hat, damit ich es beim nächsten Mal unter Umständen vermeiden kann.
Und dieses große WARUM in meinem Kopf ist kein verzweifeltes er-mag-mich-nicht-Warum. Es ist ein aufgeschlossenes, neugieriges Warum. Und wegen nichts, was er mir als Begründung nennen könnte, wäre ich sauer auf ihn. Denn wie schon gesagt - wir haben nie definiert, was wir sind und was wir haben. Er hat mir nie das blaue vom Himmerl versprochen, genauso wenig wie ich ihm. Keiner von uns hat dem anderen gegenüber also irgendeine Verpflichtung oder Verantwortung.
Man sollte annehmen, dass das alles bedeutend einfacher macht. Tut es nicht.

Denn um mit S ein solches Gespräch mit freundlichem Gesicht, aufgeschlossener Manier und selbstbewusstem Tonfall (genau so, wie ich all diese Gedanken gestern KK erläutert habe) zu führen müssten wir uns schon treffen.
Zu einem solchen Treffen würde ich aber nur gelangen, wenn ich vorher nochmals den unsicheres-kleines-naives-Mädchen-Weg gehe und ihm schreibe, ob wir uns nochmal treffen können. Frage ich einfach nur nach einem Treffen, denkt er "Hat die den Schuss immer noch nicht gehört?!". Frage ich bewusst nach einem Treffen, um zu reden, schlage ich ihn damit womöglich noch mehr in die Flucht (wenn das überhaupt noch geht). Rufe ich ihn an, um dieses beschissene Schreiben zu vermeiden, bei dem jeder immer den Tonfall reininterpretiert, den er gerne hören möchte, denkt er genauso "Die Alte hat einen am Appel, ruft jetzt auch noch an und klammert NOCH mehr.".
D.h., egal wie ich versuche, ein Treffen einzuläuten, das dem Zwecke dient, dieses Kleine-Mädchen-Image wieder gerade zu rücken, indem ich ihm selbstbewusst gegenüber trete, führt nur über den Weg, dass er zuvor noch mehr abgefuckt wird und sich bedrängt fühlt, was die Chance auf eine Zusage drastisch reduziert.

Ich hoffe, ich rede hier nicht zu schwammig daher - in meinem Kopf sind so viele Gedanken :P

Aber mich nervt es maßlos, dass die Kommunikation immer so schwierig ist! Und das ist insbesondere in der heutigen Zeit der Fall, in der man ALLES über Whatsapp klärt. Da kann ich noch so oft schreiben "Du, ich frag das wirklich NUR aus Interesse, weil ich neugierig bin, und werde dir nicht böse sein, egal was du antwortest!". Das ist dann zwar haargenau so gemeint, wie es dort steht, aber ganz ehrlich - es wirkt wie "Bitte sag mir, dass du mich noch maaagst ".

Das bedeutet dann also, dass ich genau folgende zwei Möglichkeiten für mein weiteres Vorgehen habe:

1. Ich beiße in den sauren Apfel, kurzfristig sein Bild von mir als anhängliches Mädchen zu bestätigen, indem ich ihn um ein weiteres Treffen bitte. Risiko: Er sagt erst recht nein, da sein Bild bestätigt wurde. Damit erhalte ich nie mehr die Chance, mich als stark, reif und selbstbewusst zu zeigen. Chance: FALLS er zusagt, komme ich zu meinem Treffen und kann sein Bild von mir möglicherweise (!) in ein selbstbewussteres Licht rücken, ihn nach seinen Gründen fragen und dann die Geschichte vielleicht einfacher abhaken, weil das Warum nicht mehr durch meinen Kopf kreist. Das wiederum hat natürlich zur Folge, dass ich das Ganze für mich abschließe, was zwar gut für mich und mein Befinden ist, aber auch jede Hoffnung auf ein Wieder-Aufleben zunichte macht.

2. Ich zeige ihm die kalte Schulter, schreibe ihm nicht mehr und FALLS von ihm noch etwas kommt, reagiere ich auch uninteressiert. Risiko: Er meldet sich auch gar nicht mehr und sein Bild von mir wird sich nie ändern. Chance(n): Dadurch, dass ich mich auch nicht mehr melde steigt sein Interesse an mir wieder und er meldet sich. Möglicherweise merkt er dann laaaangsam, dass ich ihm doch nicht hinterherrenne und auf seine Aufmerksamkeit nicht angewiesen bin. Im allerbesten Fall fragt er dann tatsächlich nochmal von sich aus nach einem Treffen und ich bekomme so die Gelegenheit, persönlich mit ihm zu reden.

Ich fürchte, wir stehen uns einfach nicht nahe genug, um ihn tatsächlich anzurufen und nach nem Treffen zum Reden zu fragen. Dafür kennen wir uns erst zu kurz und dann würde er mich erst recht für bescheuert halten, wenn ich so ne kurze, nicht nennenswerte Geschichte auch noch mit nem Gespräch beenden will.
Daher bleibt mir nur das Nicht-Melden. Dabei gehe ich jedoch davon aus, dass auch er sich nicht mehr melden wird, was mega schade ist - nicht nur, weil er sich dann eben nicht mehr meldet, sondern auch, weil er dann nur meine tatsächlich verunsicherte Seite im Gedächtnis bewahren wird und nicht die "Junge-du-kannst-mich-jetzt-langsam-mal-ich-brauche-dich-nicht"-Seite, die in meinen Augen nicht nur deutlich selbstbewusster, sondern auch anziehender ist

FAZIT: Generell wäre es echt gesund, man würde weniger schriftlich miteinander kommunizieren und hätte mal wieder mehr Eier in der Hose, um von Angesicht zu Angesicht oder wenigstens telefonisch miteinander zu sprechen. Denn dann würden diese ganzen Fragen, die ich immer gerne stellen würde und die der reinen Informations-Beschaffung dienen, nicht verunsichert und nach Bestätigung suchend wirken, sondern einfach nur direkt. Und dann bestünde zumindest die Möglichkeit, dass der Gegenüber mit derselben Ehrlichkeit und Direktheit wahrheitsgemäß darauf antwortet, statt beschönigend um den heißen Brei rumzureden und wieder und wieder zu bestreiten, dass sich etwas verändert hat. Davon hat doch keiner was -.-
17.1.14 15:40


Gestern. Oder auch: Bestätigte Erwartungen

Tja, Kinder, was soll ich euch sagen... Mein Gefühl hat mich nicht getäuscht (Gibt es den siebten Sinn doch?!).

Gestern Abend erhielt ich von S eine schon sehr eindeutige Nachricht. Kein 'Hallo', kein 'Wie gehts dir', ja nicht einmal eine Begründung. Es war ein schlichtes: "Ich denke is keine gute Idee wenn wir uns heute sehen". Ohne Punkt und Komma.

Ganz ehrlich? Dann hätte er auch direkt schreiben können: "Ich denke, es ist keine gute Idee, wenn wir uns weiterhin sehen." Nichts anderes sagt eine solch einsilbige Aussagen doch aus.
Mich zog es wenigstens nicht besonders runter, schließlich hatte ich mich seelisch und moralisch schon darauf eingestellt. Allerdings nahm ich an, dass seine Absage zumindest ein "..., mir gehts echt nicht gut" beinhaltet, nachdem er sich diese Erkältungs-Vorlage am vorigen Tag schon so schön selbst platziert hatte.
Ich antwortete kurz und knapp "Okay, kein Problem " und es bedarf eigentlich keiner Erwähnung, dass ich seither natürlich nichts mehr von ihm gehört habe (...und wahrscheinlich auch nie wieder etwas hören werde).

Nun zu dem, was mich daran am meisten ärgert: Die fehlende Direktheit und dass Direktheit und Ehrlichkeit, zumindest im virtuellen Schriftverkehr der heutigen Zeit, immer als Unsicherheit verstanden werden.
Ich fürchte nämlich, durch meine häufigen Nachfragen, ob etwas nicht stimme oder ob sich etwas zwischen uns verändert habe, bin ich in seinen Augen ein kleines, anhängliches, naives Mädchen, das sich durch derartige Fragen positiven Zuspruch erkämpfen will (ähnlich dem allseits bekannten Prinzip des fishing-for-compliments).

Doch dem ist nicht so! Klar, wenn ich den Eindruck habe, er sei distanzierter als zuvor, dann frage ich nach. Aber das dient keinesfalls dem Zwecke, kleinlaut um seine positive Bestätigung zu betteln, sondern ist eine rein sachliche, rationale und in meinen Augen reife Frage, die eine ehrliche Antwort fordert.
Es hat doch keiner von beiden etwas davon, wenn ich frage, ob er denn tatsächlich Lust habe, etwas mit mir zu machen, da das nicht so wirke, und er dann sagt, er habe Lust, obwohl das nicht der Fall ist. Und mal ehrlich - wir sind doch nicht mehr 12 und fangen an zu weinen, wenn wir ne ehrliche, direkte Antwort auf so 'ne Frage erhalten.

Nun würde ich natürlich unglaublich gerne einfach wissen, was das Problem ist! Anfangs ging doch alles von ihm aus. ER wollte meine Nummer, ER wollte sich treffen, ER hat das Treffen letztlich vorgeschlagen, ER hat immer gefragt, wann wir uns wieder sehen, ER wollte bei mir schlafen uuuund so weiter. Und ganz plötzlich hat er das Interesse verloren? Gut, kann sein, kenne ich von mir selbst. Oder hat er doch jemand anderen kennengelernt? Auch kein Verbrechen! Oder wollte er nur Sex und nach 3-4 Malen hatte er genug? Auch dafür reiße ich ihm nicht den Kopf ab, schließlich haben wir doch nie definiert, was wir sind. Aber all das kann man doch sagen.

Aber nein, offensichtlich sind gleichaltrige Jungs eben doch noch nicht in der Lage, offen und ehrlich auszusprechen, was sie denken und somit befinden wir uns weiterhin im Reich der Spiele.

Alles, was bleibt, ist das große WARUM.

(Mehr zu Direktheit und co. in meinem nächsten Beitrag)
17.1.14 15:04


Bad news & LMAA

Zu Beginn dieses Eintrags muss ich auf meinen Eintrag "Das Null-Punkt-Modell" von vor ein paar Tagen verweisen und darauf, was ich zu falschen Erwartungen und Standards geschrieben habe.

So wäre gestern beinahe der erste Tag seit Silvester geworden, an dem ich nicht mit S geschrieben habe. Ich wartete ganz brav Stunde um Stunde darauf, dass er mich - wie bisher jeden Tag - anschreibt. Doch nichts geschah (wenigstens war er währenddessen nicht ununterbrochen online, dann hätte ich glaube ich am Rad gedreht).

Nunja, ich versuchte also, abzuwägen, womit es mir besser gehen würde: Den ersten Tag ohne Kontakt hinzunehmen oder ihm von mir aus zu später Stunde zu schreiben und möglicherweise eine kurzangebundene Konversation zu erleben. Ich entschied mich für letzteres und schrieb ihm um kurz nach zehn.
Hätte ich das mal besser gelassen und damit meine selbstentwickelten Standards des Wir-schreiben-täglich zurückgesetzt (KK fragte mich bei dieser Erkenntnis schon ganz entgeistert, was denn eigentlich mein Problem sei xD) ...
Denn auf meine Frage, ob er den Tag überstanden habe, erhielt ich die wenig erfreuliche Nachricht, er sei erkältet -.-

NA TOLL. Für mich hieß und heißt es noch immer so viel wie: Ich bin morgen höchstwahrscheinlich krank und wir werden uns diese Woche nicht mehr sehen.

Wie erwartet kurz angebunden sagte S, er müsse auch jetzt schlafen, würde mir aber wegen morgen (heute) nochmal schreiben.

Größer hätte mein Frust gestern Abend nicht sein könne. Ich hatte DERMAßEN schlechte Laune...

1. Zum ersten Mal hätte er mir gestern seit unserem Kennenlernen von sich aus nicht geschrieben.
2. Ich wurde nach einer megakurzen Konversation abgewürgt.
3. Heute sehen wir uns sicher auch nicht. Und den Rest der Woche hat er von vornherein mit den Worten ausgeschlossen: "Wenn du mich diese Woche nochmal sehen willst, könnte ich Donnerstag nach dem Training zu dir kommen."

Schließlich schossen mir zusätzlich Gedanken wie "Na toll, der sagt jetzt, er sei erkältet, um morgen nen Grund zu haben, abzusagen... Kaum weiß er von vornherein, dass er keinen Sex haben kann, schon ist er plötzlich 'erkältet'" durch den Kopf. Aber vielleicht sollte man bei diesen berechnenden, wohl-überlegten Ausreden nicht von sich auf andere schließen...

Und natürlich führte das alles dazu, dass ich mich hinterher noch über mich selbst ärgerte, weil ich in einer solchen Situation nicht emotions-neutral antworten kann. Wenn ich mich über das freue, was er schreibt, reagiere ich kitschig-anhänglich. Wenn ich mich ärgere oder enttäuscht bin, reagiere ich entweder ebenso klammerig (will ihn ja schließlich nicht verlieren) oder aber ich versuche (!) wenig bekümmert zu wirken, was aufgrund meiner Enttäuschung dann aber zickig-genervt wirkt.

So gelang es mir auch in meinen gestrigen Antworten nicht, meine Enttäuschung gänzlich zu verbergen. Daher versuchte ich mühevoll, diese hinter ironisch-frechen Aussagen wie "Wehe du bist morgen krank :P" zu verbergen, worauf er aber nur entgegnete, das könne er nicht beeinflussen. (Tatsächlich? -.-)

Daher lautet die Devise (wie eigentlich die ganze Zeit schon), sich eine gesunde Leck-mich-am-Arsch-Einstellung (LMAA) zuzulegen.
Heute klappt das auch eigentlich ganz gut. Ich gehe ohnehin fest davon aus, dass ich ihn diese Woche nicht mehr sehe und werde auch nicht sonderlich bekümmert reagieren, wenn er dann tatsächlich absagt.

Meine ganze Befindlichkeit sowie Laune sind schon so abhängig von meinem Kontakt zu S, dass der einzige sinnvolle Selbstschutz der ist, innerlich von der Sache Abstand zu nehmen und es für mich schonmal abzuhaken.
Leider hat dieses Gefühle-Verdrängen den blöden Nebeneffekt, dass ich das irgendwann verinnerliche. Denn nur so tun, als sei mir das alles egal, klappt nur begrenzt und kurzweilig. Rede ich mir aber langfristig die LMAA-Einstellung ein und bemühe mich, mich zu distanzieren, dann wird diese emotionale Distanz früher oder später tatsächlich eintreten (ist ja auch eigentlich Sinn der Sache).
Das ist zwar gut für mein Ego und mein Befinden, aber irgendwie auch schade, da ich mich dann ja innerlich schon gegen etwas stelle, was möööglicherweise doch noch hätte gut werden können.

Dafür schreiben mir heute drei andere Verehrer andauernd, das nervt ja schon.
Nach wie vor ist M sehr gesprächig und schreibt auch meistens instantly zurück. Yiha -.-
Außerdem treten heute in der Soap meines Lebens noch zwei für euch neue Charaktere aufs Tablett:
DK, den ich schon seit der Schulzeit kenne und der mir auch ungefähr seit dem hinterher rennt. Neulich ist mir ihm gegenüber rausgerutscht, dass ich wieder Single bin. Ein Fehler. Der ist so einer, der einem ununterbrochen erzählt, man sei Germany's next Topmodell für ihn, er wolle sich mit einem treffen, er finde einen unglaublich anziehend und der einem andauernd wieder schreibt, selbst wenn man auf 5 Nachrichten schon nicht mehr geantwortet hat. Außerdem ist er klein und nicht gerade der Schönste. Also nein danke.
Und T schrieb mir heute mal wieder, ein südafrikanischer Freund, mit dem ich auch schon mal was hatte. Das ist aber Schnee von gestern - inzwischen ist er verheiratet Wobei sowohl er als auch ich vergeben waren, als wir damals was miteiander hatten. Alte Kamellen. Besser nicht aufwärmen.

Somit werde ich heute Abend wohl doch wie ursprünglich angedacht mit KK im Kino landen. Aber ! ich werde mein Bestes geben, mich nicht mehr so von Kerlen frustrieren zu lassen.

Ich meine: Hallo? Ich bin in Hamburg, bald in Vancouver! Es gibt noch andere, heißere Kandidaten! Und vergeben sein will ich eigentlich ohnehin nicht :D
16.1.14 13:17


Die anderen

Ein kurzes Update bzgl. aller anderen Flirts:

M schreibt mir immer und immer wieder, ich antworte unregelmäßig, teils einsilbig, und doch verliert er nicht die Ausdauer, mir immer wieder aus seinem Leben zu berichten. Wie schön.

F schreibt mir leider kaum noch. Zwar bestand unsere Kommunikation wie bereits geschildert ohnehin fast ausschließlich aus Herzchen und Küsschen, doch nicht mal das findet in den letzten Tagen mehr statt. Irgendwie schade, hat immer Spaß gemacht mit ihm und dem Ego auch nicht gerade geschadet, derartig begehrt zu werden. Und eine schöne Fantasie war es zudem auch, sich vorzustellen, dass wir uns tatsächlich wiedersehen... Naja, Männer kommen und gehen.

All die anderen Hamburger Flirt-Kandidaten hab ich leider durch S mehr oder weniger ausgelöscht - schließlich kommen die alle aus einer Clique. Daher schreibt mir vermutlich auch von denen keiner mehr von sich aus, da S das ja auch nicht verheimlicht, dass er 'was mit mir hat' (ist ja wiederum total süß, dass er auch seinen Kumpels sagt, dass er zu mir fährt statt das zu verheimlichen). Dennoch blöd für mich, weil ich ja jetzt schlecht denen schreiben kann, um ein wenig Aufmerksamkeit zu bekommen :P

Alle Flirts, die eigentlich in der Heimat nur auf Standby gesetzt wurden, haben sich auch seit Ewigkeiten nicht mehr gemeldet. Kaum war ich nach Weihnachten wieder in Hamburg angekommen, schon war ich abgeschrieben - aus den Augen, aus dem Sinn, so läuft das nunmal oft. Schade trotzdem, vor allem wenn ich bedenke, dass ich dorthin ja auch bald zurückkehren werde. Aber dann werden die schon alle wieder aktiviert - dafür werde ich schon sorgen :P

All das hat zur Folge, dass mein Handy ungewöhnlicherweise meistens schweigt. Aber was soll's - kommen auch wieder andere Zeiten Und so ist es auch mal recht entspannend, dann kann man sich auf andere Dinge konzentrieren.
15.1.14 11:47


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