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Eine neue Episode aus meinem Soap-Life

Nach meinem wunderbaren Date von Samstag auf Sonntag hat S sich natürlich wieder nur spärlich gemeldet. Wobei man sagen muss, er HAT sich gemeldet. Anders als seinem üblichen Schema entsprechend.
Dennoch ein wenig frustrierend, wenn man bedenkt, dass er inzwischen Berufsschule hat und nicht mehr arbeitet UND seit dieser Woche nicht mehr 5 x die Woche Training hat -.-

Wie auch immer. Dienstag war ich im Büro und durfte eigentlich bei einem Interview zuschauen. Leider hatte ich noch nichts zu Mittag gegessen und musste vor lauter Hunger das Interview verlassen.
Nichts ahnend schaute ich auf mein Handy und sah, dass ich am Freitag zu einer Party eingeladen worden war.
"Super Sache!", dachte ich. Schließlich ist das mein letztes Wochenende und die Party war wieder eine WG-Party bei den Leuten, über die ich ganz am Anfang überhaupt zu der ominösen Silvester-Party eingeladen worden war, auf der ich dann S kennenlernte. Also: Sau cool, Party am letzten Wochenende und zudem würde ich nochmal alle sehen, die ich so kennengelernt hatte :D

Doch kaum hatte ich das alles realisiert, sprang mein Hirn endlich komplett an: Moooment. Party bei H. H ist ein Freund von S. S ist laut Facebook auch eingeladen. AAAAHHHH.

Und Zack! Sofort entstanden diverse Szenarien in meinem Kopf. Was könnte alles passieren? Wie würde es werden?

Gehen wir mal alle Möglichkeiten durch:
1. Das positivste und unrealistischste Extrem:
S fragt, ob wir gemeinsam zu der Party gehen wollen. Er kommt also vorher zu mir, holt mich ab, wir sprechen ab, dass er danach bei mir schläft. Wir gehen also gemeinsam auf die Party, er verhält sich (unter anderem wegen des Alkoholeinflusses) anders als normalerweise in der Öffentlichkeit ein kleines bisschen pärchenmäßig, d.h. er küsst mich durchaus mal und zeigt auch ganz klar, dass wir gemeinsam dort sind. Es wird also kein Geheimnis daraus gemacht, dass wir was miteinander haben. Wir verlassen die Party zusammen und er schläft bei mir.
Schön wär's.

2. Ein weiteres sehr positives Extrem (ebenso unrealistisch):
Wir gehen zwar nicht gemeinsam auf die Party, doch wenn ich ankomme, ist er schon da. Alle, die ich kenne, begrüße ich mit Küsschen rechts, Küsschen links. Genauso will ich ihn begrüßen, da wir uns ja üblicherweise nicht in der Öffentlichkeit küssen. Doch er gibt mir einen normalen Kuss auf den Mund (möglicherweise weil er schon ein kleines bisschen angetrunken ist und seine Gefühle mit ihm durchgehen). Alle schauen erstmal leicht irritiert, nehmen es aber hin. Der restliche Abend verläuft wie in Szenario 1.

3. Ein neutrales Szenario (möglicherweise realistisch):
Wir gehen getrennt voneinander auf die Party, begrüßen uns ganz normal wie sonst auch, wenn wir uns sehen (d.h. ohne großartigen Körperkontakt, ziemlich nüchtern und neutral). Er redet zwar mit mir, aber nicht mehr als mit jedem/jeder anderen auch. Ansonsten geschieht nichts spektakuläres mehr zwischen uns. Wir gehen getrennt voneinander nach Hause.

4. Ein negatives Extrem (ich gehe davon aus, dass das eintritt):
Wir gehen getrennt voneinander auf die Party. Wir sagen zwar hallo, mehr aber auch nicht. Er schenkt mir kaum Aufmerksamkeit an dem Abend und versucht, zu verheimlichen, dass wir etwas miteinander haben, was mich furchtbar frustrieren wird. Außerdem wird die Stimmung zwischen uns sehr verkrampft sein, weil wir auch unter zahlreicher Beobachtung stehen - schließlich sind die meisten Kerle auf dieser Party seine Kumpels und einige wissen von uns. Höchstwahrscheinlich wird er mit anderen Mädels flirten, doch ich werde nicht wirklich mit anderen Kerlen flirten können aus Rache, da das ja nunmal alles seine Kumpels sind...

5. Das schlimmste Extrem (ich hoffe nicht, dass das eintritt...):
Im Grunde dasselbe wir in Szenario 4, nur dass er mich gänzlich links liegen lässt und ein anderes Mädel abschleppt. Das wäre dann Herzschmerz vom allerfeinsten und die große Heulerei könnte beginnen.

Was diese ganze Geschichte noch soap-liker macht, ist folgendes: Auf der ersten und bisher einzigen WG-Party bei diesen Leuten, auf der ich war, wurde ich von P abgeschleppt (hatte ich in einem meiner ersten Beiträge schonmal eingedeutet). Wir waren beide wahnsinnig betrunken, waren gemeinsam noch auf einer anderen Party und dann hatte ich nen One Night Stand mit ihm bei ihm. Dass ich damals mit ihm rumgeknutscht hab auf dieser Party und dann mit ihm zusammen gegangen bin hatten natürlich auch alle mitbekommen...
Nunja, eben dieser P kommt anscheinend auch. Wenn das wirklich der Fall ist, wird das noch zusätzlich merkwürdig.
Außerdem ist ebenfalls nicht außer Acht zu lassen, dass mich sowohl der Gastgeber dieser Party (H) als auch ein möglicherweise weiterer Gast (ebenso ein Freund von S) an Silvester bei S geküsst haben.

Kurz zusammengefasst: Auf dieser Party sind im schlimmsten Fall S, mit dem ich seit Silvester was habe. H, der Gastgeber, der mich an Silvester geküsst hat und mir erzählt hat, wie verliebt er in mich ist. L, der mich an Silvester ebenfalls geküsst hat. Und zu guter letzt P, mit dem ich am Anfang meiner Hamburg-Zeit einen ONS hatte. Eine typische Situation aus meinem Leben.

Nicht hingehen ist natürlich keine Option. Das wäre ja langweilig.
Außerdem ist das die einmalige Gelegenheit, S vor meiner Abreise nochmal in seinem natürlichen Lebensraum, nämlich im Kreise seiner Freunde, zu sehen. Ich denke, es wird wahnsinnig aufschlussreich sein, zu sehen, wie er dort mit mir umgeht. Möglicherweise wird es im negativen Bereich aufschlussreich. Das wird dann zwar ein Schlag in die Fresse, doch wird es vermutlich nicht sonderlich schwer sein, heimzufahren und ihn abzuhaken.
Möglicherweise wird es im positiven Sinne aufschlussreich. Dann freue ich mich natürlich umso mehr, aber ich möchte nur ungern heimfahren.
Vielleicht wird es aber auch einfach nur furchtbar umspektakulär und ich bin hinterher nicht schlauer als jetzt. Das wäre ebenso enttäuschend.

In jedem Fall drehe ich jetzt schon am Rad wegen diesem Abend und werde berichten, wie es war!

P.s.: KK hat es allen Ernstes geschafft, sich für heute Abend mit S's komischem Kumpel zu verabreden, mit dem sie in dieser einen kuriosen Nacht einen ONS hatte. Das haben sie ja seit dem, also seit kurz nach Silvester, versucht und sich für heute verabredet. Da bin ich auch mal gespannt...Kommt es dazu? Sagt er ab? Wenn es dazu kommt, wie wird es sein? Werde ich mit Oropax schlafen müssen? Halleluja...
13.2.14 11:08


Samstagabend

This awkward moment when you check your whatsapp without having even received a message only to secure that it's still working and you realize that your crush is just texting you in that moment.

So ging es mir am Donnerstagabend, als sich S nach meiner Ansage am Mittwochabend mit den Worten meldete, er würde sich mal melden, da ich ja gesagt hatte, das solle er tun, wenn er Zeit und Lust habe. Und wenn ich Lust hätte, dann könnten wir ja am Samstagabend was machen.
Einerseits freute ich mich natürlich mega, andererseits wusste ich gar nicht recht, ob ich Lust darauf habe, war doch das alles schon ziemlich negativ besetzt. Ich hatte Angst, wieder versetzt zu werden. Oder sich zu treffen und es würde furchtbar verkrampft werden. Oder es würde sogar schön werden, aber hinterher würde er sich diesmal 5 Tage nicht melden und ich würde leiden.
Natürlich sagte ich trotzdem zu - manchmal muss man eben 5 x auf die Fresse fliegen bevor man merkt, dass es weh tut.

Da ich Samstagnachmittag noch im Kino war schlug ich ihm 20:30 vor und er sagte, das passe. Während wir im Kino waren erhielt ich jedoch die Nachricht von ihm, dass es bei ihm doch eher 21:00 würde, was mich schon wieder enorm ankotzte, da er sowieso schon immer recht spät kann und ich nur auf ihn warte, dann bin ich es diesmal, die vorher noch etwas vor hat und wegen der wir uns erst später treffen können und dann schafft er es sogar, es noch später werden zu lassen. Na toll. Ich habe wirklich mit dem Gedanken gespielt, gänzlich abzusagen, da ich dann sowieso schon genervt an das Treffen rangegangen bin und mich fragte, wozu ich mir diesen 'psychischen Stress' überhaupt antue, wenn wir uns sowieso bald nicht mehr sehen können...

Aber da nunmal meistens der Bauch das letzte Wort hat und nicht der Kopf traf ich mich doch mit ihm. Er holte mich dort ab, wo ich dann mit den Mädels noch was trinken gegangen war und wir cruisten erstmal ewig durch die Stadt, weil wir nicht wussten, wohin wir gehen wollten. Schon dabei unterhielten wir uns die ganze Zeit und es gelang mir sogar, einfach mal ich selbst zu sein und mich so zu geben, wie ich bin. Somit war die Stimmung wider erwarten total locker und entspannt. Irgendwann entschieden wir dann, im Einstein bei mir um die Ecke etwas trinken zu gehen. Auch dort blieb die Stimmung genauso locker, wir redeten viel, lachten viel miteinander und sprachen auch indirekt, d.h. in einem lockeren, lustigen, fast ironischen Ton über alles, was die letzten Wochen war oder eben auch nicht war. Weshalb ich genervt war, was mich enttäuscht hat, wieso ich noch immer der Meinung bin, dass er nicht wirklich Interesse an mir hat. Er konnte das alles - typisch Mann - gar nicht nachvollziehen. Dass er mir mal ein paar Tage nicht schreibt heiße doch nicht gleich, dass ich ihm egal sei. Dass wir uns nun trafen sei doch der Beweis dafür, dass er noch Interesse an mir habe. Außerdem würden wir uns doch in seinen Augen gut verstehen.
Zu dem Thema, dass er sich drei Tage nicht gemeldet hatte, sagte er noch, er könne ja verstehen, wenn ich sauer wäre, wenn er 2 Wochen nichts von sich hätte hören lassen, aber spätestens nach einer Woche hätte er doch gefragt, wie meine Woche so war (eine Stimme in mir schrie: "EINE WOCHE?!?!?"). Außerdem fragte er, ob ich denn erwarten würde, dass wir jeden Tag schreiben. Innerlich: "JAAA!". Äußerlich ganz cool: "Jeden Tag? Nein Quatsch, ich erwarte gar nichts, außer, dass du dich entsprechend dem verhältst, was du denkst und sagst."
Weiterhin redeten wir über das vorherige Wochenende und ich erzählte ihm u.a., dass ich mich alleine in ein Café gesetzt hatte, um zu lesen. Daraufhin war er etwas irritiert, wieso ich denn alleine Kaffee trinken ginge?! Und wieso ich nicht mal gefragt hätte, ob er mitkomme. Typisch Mann!! Wieso hätte ich ihn, der doch nie Zeit hat, wenn ich ihn nach einem Treffen frage, fragen sollen, ob er mit mir nen Kaffee trinken geht und ihm damit noch das Gefühl geben sollen, ihm hinterher zu rennen?! Andererseits...vernünftig betrachtet...wieso eigentlich nicht? Aus männlichen Mündern klingt das alles immer so unproblematisch lässig-locker: "Wieso hast du denn nicht gefragt, ob ich mitkomme?". Tja, keine Ahnung. Weil ich es nicht riskieren wollte, dass du "nein" sagst. Selbst Schuld irgendwie. Er meinte dazu auch nur, vielleicht hätte er sich gefreut, wenn ich frage, auch wenn er keine Zeit gehabt hätte.

Männer sind einfach wie Hunde: Kaum ist ein Ereignis länger als 2 Minuten her, schon können sie die Reaktion der Frau nicht mehr mit ihrem eigenen Verhalten in Verbindung bringen. Und dann sagt man ihnen nach zwei Wochen des Quälens und des Über-sein-Verhalten-Ärgerns, dass das alles ganz schön mühsam mit ihm sei und er fragt sich nur "Wieso ist denn jetzt plötzlich ALLES ganz schön mühsam, nur weil ich sie jetzt einmal versetzt habe?!". Die raffen aber gar nicht, dass sich für die Frau schon ein ganzes Fass voll mit Kleinigkeiten, über die sie sich geärgert hat, angesammelt hat und dass dieses Fass jetzt erst übergelaufen ist.


Ich glaube, nein eigentlich wissen wir es doch alle, dass sich Frauen oft selbst das Leben schwer machen mit ihrem ständigen Nachdenken und Überlegen, was nun das Richtige wäre.
Dabei wissen wir doch auch alle, dass wenn man nen Kerl damit vergrault, dass man Interesse an ihm zeigt, dann läuft es sowieso nicht. Es beschleunigt nur seine negative Reaktion.

Im Allgemeinen hatte ich den Eindruck, dass er an diesem Abend irgendwie liebevoller mit mir umgeht. Weiß gar nicht recht, wie ich das beschreiben soll. Aber wir sind ja noch nie (außer wir waren betrunken und feiern) pärchenmäßig miteinander umgegangen. D.h. wir laufen nicht händchenhaltend umher oder küssen uns in der Öffentlichkeit. Leider nicht. Ich weiß gar nicht, weshalb. Samstag war es dann aber zum ersten Mal so, dass er mir mal die Schulter gestreichelt hat, wenn er mich in einem sarkastischen Schlagabtausch 'trösten' wollte.
Als wir kurz über meinen Lippenpflegestift sprachen und ich sagte, dass er Honig enhält, wollte er wissen, ob man das auch schmeckt. Ich sagte dann, er könne ja mal probieren. Daraufhin griff er nach meinem Kinn, als wolle er mich zu sich ranziehen, um mich zu küssen. Leider leider zog er es aber nicht durch...
Die Stimmung zwischen uns war alles in allem also durchweg positiv und wir hatten eine schöne Zeit zusammen.
Gegen halb zwölf zahlten wir dann und als wir schon im Auto saßen fragte er mich, ob sich unsere Wege denn nun schon trennen würden.
Als ich entgegnete, dass das von mir aus nicht zwangsläufig der Fall sein müsse, fuhren wir noch zu mir. Dort schauten wir noch ein wenig TV (KK hatte sich schon in ihr Schlafzimmer verkrümelt) und irgendwann fragte er sogar, ob er denn über Nacht bleiben dürfe.
Zwar wollte ich ja unbedingt ein Sex-Date vermeiden, doch deutete der gesamte Verlauf des Abends ja gar nicht darauf hin, dass er nur darauf aus war, daher erlaubte ich es ;-)
Natürlich hatten wir dann auch noch Sex und gingen danach schlafen. Es überrascht mich immer wieder, wie leise er atmet. Ich bin ja wirklich massiv empfindlich, was das angeht und kann nur neben wenigen Menschen gut schlafen, doch er gibt zumeist wirklich keinen Laut von sich - perfekt für mich! :D

Am nächsten Morgen wachten wir gegen 10:20 auf (ich war natürlich schon viel früher wach, da ich viiieel zu aufgeregt bin, wenn er bei mir schläft, um schlafen zu können, tat aber so als würde ich noch schlafen).
Wir blieben noch den ganzen Morgen im Bett liegen und quatschten. Das war ein tolles Gefühl! Einfach nur da liegen mit ihm neben mir und sich unterhalten. Von Zeit zu Zeit streichelte er mich sogar irgendwo. Und natürlich fing er irgendwann auch an, mich an anderen Stellen zu streicheln. Der Vormittag war inzwischen aber schon ein bisschen vorangeschritten, sodass ich nicht wusste, ob KK nicht jeden Augenblick aufstehen würde. Dennoch hatten wir Lust, miteinander zu schlafen und somit wurde das sozusagen inkognito-Sex: Möglichst beide Decken um uns herum, gar nicht komplett ausziehen, sondern alles nur so zurechtrücken, dass es trotz Klamotten funktioniert und dann beeilen :P Es funktionierte!

So gegen 12 musste er dann gehen, da er bei seiner Mum zum Essen eingeladen war und somit endete unser wahrscheinlich bisher schönstes Date. Er verabschiedete sich mit den Worten "Wir sehen uns nochmal, bevor du fährst".

"Toll!", dachte ich mir im Nachhinein, "was habe ich nun davon?! Die scheiß Schmetterlinge sind aus ihrem Koma erwacht und flattern wie in ihrem zweiten Frühling munter umher und wozu das Ganze? Für nichts und wieder nichts, da ich eh bald nach Hause fahre und dann alles vorbei ist."

Schöne Scheiße.
13.2.14 10:37


Vom ewigen Hin und Her

Tja, hätte ich mit meinem gestrigen Eintrag noch ein paar Minuten länger gewartet, dann hätte er anders ausgesehen.

Denn leider täuschte mich meine Skepsis nicht: Ich erhielt am Nachmittag eine Nachricht von S, in der er mich fragte, ob wir unser Treffen aufs Wochenende verschieben könnten, da seine beste Freundin aus Insbruck zu Besuch sei und er diese so selten sieht. Er hasse es selbst, versetzt zu werden, doch hoffe er auf mein Verständnis.

Was sollte ich dazu schon sagen... Natürlich kann etwas dazwischen kommen und natürlich kann ich verstehen, dass er seine beste Freundin sehen will. Und natürlich geht diese dann vor und natürlich will er mich dann nicht dabei haben, sondern die Zeit mit ihr alleine verbringen - ja, das ist alles verständlich.

Doch dieses ständige Hin und Her zwischen sich Hoffnungen machen und sich freuen auf der einen Seite und dann die herbe Enttäuschung und Resignation auf der anderen Seite ist einfach wahnsinnig kräftezehrend, mühsam und anstrengend.

Und natürlich ist die Tatsache an sich, dass er mich versetzt hat, kein Drama. WENN unsere Vorgeschichte der letzten Wochen nicht ohnehin schon so mühsam gewesen wäre.
Natürlich kann ich jetzt so tun, als würde mir das alles gar nichts ausmachen, nur um ihm vorzuspielen, wie locker ich doch drauf bin. Aber: DAS BIN ICH NICHT. Und was habe ich dann davon, wenn er zwar denkt, dass ich total locker bin, es mir aber zuhause schlecht geht und ich leide?! Nichts.

Daher beneide ich all die Mädels, die tatsächlich so locker und unkompliziert sind und denen es überhaupt nichts ausmacht, wenn ein Kerl erst Interesse zeigt und sich dann von jetzt auf eben zurückzieht. Wirklich - Respekt! Leider bin ich so nicht. Leider leide ich unter einer solchen Situation.
Natürlich weiß ich auch, dass nicht er das Problem ist. Das Problem bin bzw. habe ganz alleine ich. Denn ich bin die, die gerne mehr Aufmerksamkeit seinerseits hätte. Und ich bin die, der es schlecht geht, wenn ich diese nicht bekomme. Dafür kann er nichts. Er tut mir ja kein Unrecht. Nur leider bin dann auch ich alleine diejenige, die etwas dagegen tun muss. Auch wenn meine Reaktionen dann in seinen Augen unverständlich oder überzogen wirkt.

Inzwischen hasse ich es schon, ihm eine Nachricht zu schicken bzw. eine zu beantworten, weil ich das Gefühl nicht leiden kann, hoffnungsvoll und gespannt auf mein Handy zu schauen und dann die körperliche Reaktion auf eine vorhandene oder eben nicht vorhandene Nachricht zu spüren. Hat er mir dann nämlich nicht geantwortet, verkrampft sich meine Magengegend aus Enttäuschung. Hat er mir geschrieben, macht mein Herz einen Hüpfer. Meistens - zumindest in letzter Zeit - entspricht seine Antwort dann aber dennoch nicht meinen Hoffnungen, sodass ich genauso enttäuscht bin. Und selbst wenn mir seine Antwort gefällt, rechne ich so fest damit, nach kurzer Zeit dennoch wieder enttäuscht zu werden (zB dadurch, dass wir zwar ein Treffen vereinbaren, er sich daraufhin aber wieder nicht mehr meldet, was bei große Zweifel daran aufkommen lässt, dass er mich mag und sich mit mir treffen will), dass ich mich nicht mal dann mehr freuen kann.
Daher schaue ich dann schon gar nicht mehr auf mein Handy, da ich diesen Moment umgehen will.
So auch gestern: Ich antwortete ihm folgendes: "Weißt du, irgendwie ist das alles ganz schön mühsam mit dir. Meld du dich doch einfach, wenn du Zeit und vor allem Lust hast, etwas zu unternehmen und wenn nicht, lässt dus bleiben. Hab nen schönen Abend ". Daraufhin schaltete ich mein Handy in den Flugmodus, damit ich gar nicht erst Nachrichten bekomme und gelockt werde, sie zu lesen. Denn dieser immer wiederkehrende Moment der Enttäuschung fühlt sich an, wie sanfte Stiche mit einer kleinen Nadel in immer dieselbe Stelle. Doch auch eine solche Stelle entzündet sich irgendwann, sodass die kleinen Stiche immer mehr weh tun.

Im Grunde ist also jegliche Interaktion mit S mit negativen Emotionen besetzt. Selbst, wenn ein Treffen zustande kommt, bin ich angespannt und nervös, weil ich ihn nicht einschätzen kann und nicht weiß, wie ich mich verhalten soll und weil ich genau weiß, dass nach einem Treffen erstmal wieder Tage des Nichts-Hörens folgen werden, sodass sogar ein tatsächliches Treffen schon mit negativen Emotionen besetzt sind.

Fazit: Gut, dass ich mich bald erstmal verdrücke und somit eine Zwangspause zwischen uns herrscht.
Rein rational ist er ja nicht einmal ein Traummann für mich, denn in meinem Kopf weiß ich genug Dinge, die ich gar nicht so toll an ihm finde. Leider fühlt sich das ganz und gar nicht so an. Doch das wird es in Windeseile, wenn ich erstmal wieder zuhause bzw. in Kanada und mit anderen Dingen beschäftigt bin.

Wieso muss ich mich auch immer so in solche Geschichten reinsteigern... >.<
6.2.14 13:44


Lang ists her aka. S-News aka. heute Abend.

Schon einige Tage habe ich keinen neuen Eintrag mehr verfasst, weil ich jeden Tag dasselbe hätte schreiben können.
Er meldet sich nicht, ich hardere innerlich mit mir, kämpfe gegen die Gefühle und erlange schließlich eine "Scheiß-egal"-Einstellung. Dann meldet er sich. Neue Hoffnung entsteht gleichzeitig mit noch größerem Unverständnis. Ein Kreislauf, der kräftezehrend, doch nicht der Rede Wert ist.

Nunja, nach einigen Tagen, die so vergingen - in der Zwischenzeit hatte ich schon einen Ex-Lover von mir kontaktiert, der sowas immer recht realistisch einschätzen kann, ihm die ganze Geschichte erzählt und er hat mir klar und deutlich gesagt, dass S natürlich nur auf Sex aus ist, kein Kerl der Welt würde sich auf irgendetwas Festeres einlassen, wenn er weiß, dass ich ohnehin bald weg sei (die Rede war ja auch nie davon, dass ich gleich ne Beziehung mit ihm führen will, dafür bin ich doch selbst viel zu freiheitsliebend!!), dem ein Freund meiner Mutter mit beinahe demselben Wortlaut zustimmte, weshalb ich die Sache gänzlich abgehakt hatte, doch natürlich meldete er sich dennoch wieder - war mir diese Geschichte deutlich zu kompliziert, anstrengend, nervenaufreibend und kindisch.
Mir ging es jeden Tag schlecht, weil ich mir den Kopf zerbrach, um S verstehen zu können und arbeitete innerlich gegen jegliches Gefühl.
Daher kam ich zu dem Schluss, dass es das nicht Wert sei und ich ihn lieber direkt konfrontiere, indem ich ihn frage, ob wir uns nochmal sehen, bevor ich wieder nach Hause fahre, um mir direkt nen Korb abzuholen, anstatt täglich auf eine Anfrage seinerseits zu warten.
Auf meine Frage schrieb er "Gerne ". Das überraschte mich doch sehr! Schließlich hatte ich mit Rumgedruckse à la "Muss ich mal schauen, hab nicht viel Zeit" blabla gerechnet. Außerdem fragte er direkt, ob ich Mittwoch (heute!!!) Zeit habe. Ich sagte ja, aber machte ebenfalls direkt deutlich, dass ich wenn dann etwas unternehmen will statt nur zuhause rumzugammeln. Spätestens jetzt würde er mit Sicherheit einen Rückzieher machen, dessen war ich mir sicher nach der ehrlichen Analyse seiner Geschlechtskumpanen. Doch falsch gedacht! Erneut sagte er sehr überraschend "Klar ".

Somit sind wir dann also heute Abend verabredet und mein Adrenalin-System arbeitet schon den ganzen Tag auf Hochtouren. Ich bin total aufgeregt, doch ist das nicht dieses positive Aufgeregt-Sein mit Kribbeln im Bauch, sondern eher ein ängstliches Ich-weiß-nicht-was-mich-erwartet-Aufgeregt-Sein. Vor allem habe ich eigentlich gaaar keine Lust, potenziell noch existente Schmetterlinge wiederzubeleben, weil ich doch sowieso wieder auf die Schnauze falle.
Er wird sich in den kommenden Tagen dennoch nicht melden, ich werde zuhause wahnsinnig werden, mich fragen, was das alles soll, gegen die Gedanken und Gefühle ankämpfen und versuchen, alles innerlich abzuhaken bis er sich doch wieder meldet. Zudem werde ich heute Abend total verkrampft und unlocker sein, weil ich ihn noch weniger einschätzen kann als vorher. Daher hab ich im Grunde überhaupt keine Lust auf dieses Treffen und würde am liebsten kneifen... Es wird dadurch ja nicht unkomplizierter.

Fakt ist: Ich verstehe ihn nicht, verstehe nicht, was er will. Er meldet sich deutlich zu wenig, als dass er wirklich Interesse an mir haben könnte, doch meldet er sich noch immer zu häufig und reagiert nicht so, als habe er gar kein Interesse. Vermutlich sollte ich den Männern Glauben schenken, die mir ans Herz legen, die Sache auf sich beruhen zu lassen, da der Gute eh nur Sex will.
Andererseits ist es sowieso alles total egal, weil ich ab dem 18ten Februar vorerst nicht mehr in Hamburg sein werde. So who cares?

Ich bin gespannt, ob das geplante Treffen tatsächlich zustande kommt und wenn ja, wie er sich verhalten, ich mich fühlen und wie es hinterher weitergehen wird.

Ein Bericht wird folgen, ebenso wie ein Bericht über die aktuellen Neben- und potenziellen Hauptdarsteller...
5.2.14 16:25


Das fremde Wesen vom unendlich fernen Stern

Kann es tatsächlich sein, dass sich männliches und weibliches Kommunikationsverhalten derart unterscheidet? Oder liegt der große Unterschied gar nicht an unterschiedlichen Geschlechtern, sondern an unterschiedlichen Persönlichkeiten? Oder gibt es gar keinen Unterschied und man möchte sich einfach nur nicht eingestehen, dass die Signale, die Männer mit ihrem Verhalten senden, dieselben sind, die Frauen damit aussenden würden und dass ein Nicht-Melden einfach kein Interesse signalisiert, egal, welchem Geschlecht man angehört?

Von S habe ich weder Montag, noch Dienstag etwas gehört, weshalb ich ihm Mittwochabend folgende Nachricht schrieb: 'Na Herr C., wieso meldest du dich nach jedem Treffen weniger als vorher? Woran hakt's? ', was von ihm so beantwortet wurde, dass ich mich mal entspannen solle, er habe viel um die Ohren, aber deshalb würde nicht gleich alles haken. Später sagte er noch, er fände, drei Tage seien jetzt nicht wirklich lang...

Aber es geht doch nicht darum, ob drei Tage viel oder wenig sind. Es geht darum, gemessen AN WAS drei Tage viel oder wenig sind. Gemessen daran, dass ich einfach nur EIN Mädel für ihn bin, ist es nicht viel. Aber gemessen daran, dass ich gerne das eine spezielle Mädchen für ihn wäre, ist es eben schon lang. Denn es geht ja nicht darum, ob man sich in Whatsapp schreibt oder nicht, sondern darum, was man damit aussagt. Und drei Tage ohne Kontakt sagen eben nicht aus 'Ich denke jeden Tag an dich und es ist mir wichtig, zu wissen, was du machst und wie es dir geht.' Sondern vor allem 'Du bedeutest mir nicht genug, als dass ich mir zwischendurch mal 30 Sekunden Zeit nehme, um dir guten Morgen zu sagen oder zu fragen, wie's dir geht.' Und DAS ist doch das, weshalb Mädels am Rad drehen. Kein Mensch ist so beschäftigt, dass er es absolut nicht schafft, sich zu melden (und mit melden meine ich jetzt nicht, ne Stunde am Stück hin und her zu schreiben oder Romane in Brieflänge zu verfassen). Es geht lediglich um das Zeichen, das sagt 'Hey, ich denk an dich und du bist noch immer etwas besonderes für mich und nicht nur eine von vielen.'

In meiner Welt ist es nunmal so, dass ich mich nicht einfach mal so mehrere Tage nicht melde, wenn ich jemanden toll finde. Das passt für mich nicht zusammen. Und somit setze ich dann im Umkehrschluss folgendes gleich: drei Tage nicht melden = drei Tage nicht an mich denken.

Inzwischen habe ich das Thema mit einigen Leuten durchgekaut und von manchen gehört: ' Stimmt, wenn man jemanden w i r k l i c h gut findet, dann nimmt man sich die Zeit, sich zu melden, denn man will ja selbst von dem anderen hören. Will man es nicht, dann kann das Interesse ja nicht so groß sein' (meine Meinung!). Andere hingegen sagen: 'So ein Unsinn, das Eine kannst du doch nicht von dem Anderen ableiten. Nur, weil man sich nicht meldet, heißt das doch noch lange nicht, dass man nicht an den anderen denkt.'

Aber wie ist es denn nun? Gibt es die Menschen, die sich häufig melden und die, die sich selten melden, ganz unabhängig davon, wie toll sie jemanden finden?
Oder meldet man sich viel oder wenig je nachdem wie toll man jemanden findet?
Bei mir persönlich ist es definitiv die letzte Kategorie. Die Jungs, die ich von mir aus lange auf eine Antwort warten lasse oder denen ich gänzlich vergesse zu antworten, sind mir einfach nicht besonders wichtig, ich denke nicht so oft an sie und daher vergesse ich es, zu antworten oder habe schlichtweg keine Lust. Bedeutet mir aber einer mehr als die anderen, dann möchte ich ihm gerne viel schreiben und viel von ihm hören - einfach, weil ich viel an ihn denke.
Und bisher war ich der Meinung, das ist bei jedem so. Ich war der Meinung, auch die, die vielleicht sagen 'Aaach, wenn ich viel um die Ohren habe, dann hab ich auch immer keinen Nerv für diesen Mädels-Kram' haben es einfach selbst noch nicht erlebt, dass sie ein Mädchen so richtig umgehauen hat, sodass sie am liebsten die ganze Zeit Kontakt zu ihr hätten.

Möglicherweise gibt es diese sonderbare Spezies aber doch, die sich tatsächlich nicht meldet, wenn sie viel um die Ohren hat, ungeachtet dessen, was sie für jemanden empfindet.

Leider ändert all das nichts daran, dass ich es nur ganz schwer aushalten kann, in der Luft zu hängen. Wenn mir einer eine klar Abfuhr erteilt, dann bin ich kurz traurig und ziemlich schnell bin ich darüber hinweg.
Wenn ich aber nicht weiß, was Sache ist, dann leide ich wie ein Schwein am Spieß. Und dann komme ich langsam aber sicher an den Punkt, an dem mein Wohlbefinden mehr wiegt, als das Risiko, den Kerl zu vergraulen. Das heißt, dann riskiere ich es lieber, den vermeintlichen Herzbuben in die Flucht zu schlagen, indem ich ihn direkt darauf anspreche, als dass ich es weiterhin hinnehme, dass es mir so schlecht geht.
Das ist natürlich irgendwie ärgerlich, da man sich damit möglicherweise selbst etwas kaputt macht, aber manchmal muss Selbstschutz eben sein.
An diesem Punkt war ich gestern Abend, weshalb ich ihn ja auch kontaktiert und nachgefragt habe.

Seine letzte Nachricht lautete dann ungefähr so: 'Was soll ich dazu sagen?... kann nur sagen, dass du dir nicht ins Hemd machen brauchst, wei ich mich 3 Tage nicht melde.'
Darauf habe ich bislang nicht geantwortet, weil mir nichts eingefallen ist, was nicht entweder kleinlaut oder angepisst klingt. Und keines von beidem wollte ich ihm vermitteln.

Die große Frage, die sich mir jedoch stellt, ist: 'Lohnt sich das alles?' Dieser ganze Stress ist doch vollkommen überflüssig, wenn man bedenkt, dass ich in 2 1/2 Wochen nach Hause fahre, wir uns also nicht mal mehr treffen können und ich dann recht bald 4 Monate in Kanada bin, während derer ER sicher nicht den Kontakt aufrecht erhält. Wozu dann also das alles? Dann können wir es doch auch gleich lassen...
Möglicherweise wird es darauf eh hinauslaufen. Wir werden sehen.
30.1.14 15:10


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